Ich bin ein wenig ungehalten…

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Zur Zeit (eigtl schon den ganzen Tag) wird hysterisch darüber berichtet, dass der Fotosharing Dienst Instagram seine sog. “Terms of Service” zum 16.01.2013 ändern wird. Diese gibt es hier zum nachlesen (tut aber ja sonst nie wirklich jemand). Dazu ein kleines Gedankenspiel: Würde es heute noch irgendjemanden interessieren, wenn diese Tos damals schon bestand gehabt hätten und wäre Instagram deshalb weniger erfolgreich gewesen? Nein.

Grundsätzlich bleibt zu sagen: Die Rechte der Nutzer an ihren eigenen Bildern haben sich nicht verändert.

Was hat sich geändert?

“Some or all of the Service may be supported by advertising revenue. To help us deliver interesting paid or sponsored content or promotions, you agree that a business or other entity may pay us to display your username, likeness, photos (along with any associated metadata), and/or actions you take, in connection with paid or sponsored content or promotions, without any compensation to you.”

Okay… heißt? Sehr schön zusammengefasst hat es Marcel Weiss auf neunetz.de:

“Die Änderungen betreffen ‘lediglich’ die Möglichkeit für Instagram, die Fotos für personalisierte Werbung innerhalb des Dienstes zu verwenden. Also genau das, was wir mit Likes in gesponserten Feedeinträgen beim Instagrambesitzer Facebook bereits kennen.”

An der Stelle ein weiterer Denkanstoß von Martin Weigert:

“[..] How come it is ok for users to pin copyright-protected photos to their Pinterest walls without asking the creator, but if a hotel chain is using an Instagram pic by a former guest as an advertisement on its website, this should be seen as questionable [..]“

Und dann können wir uns natürlich noch Alternativen anschauen und deren Tos…

Flickr (Yahoo):

9.3 Wenn Sie einen Inhalt in einen öffentlich zugänglichen Bereich von Yahoo! eingeben, gewähren Sie Yahoo!, den mit Yahoo! verbundenen Unternehmen und den Vertragspartnern von Yahoo! das gebührenfreie, nicht ausschließliche, unbefristete Recht, diesen Inhalt (ganz oder teilweise) weltweit zur Erbringung der im Rahmen des betreffenden Dienstes angebotenen Leistungen und zur Bewerbung der Dienste von Yahoo! zu nutzen. Für die Erbringung von Diensten ist es insbesondere erforderlich, dass die von Ihnen veröffentlichten Inhalte von Yahoo! gespeichert, auf Servern gehostet, zum Abruf bereitgehalten, technisch vervielfältigt, dargestellt und öffentlich zugänglich gemacht werden. Zu den Leistungen von Yahoo! zählt auch, dass Yahoo! seinen Nutzern bei einigen Diensten gestattet, Teaser und/oder Auszüge von Inhalten – nicht aber vollständige Inhalte – auf deren Seiten unter Verwendung sog. RSS-Feeds darzustellen und öffentlich zugänglich zu machen, soweit diese Teaser und/oder Auszüge einen Link zu dem betreffenden Dienst enthalten.

Bei twitpic heißt es:

However, by submitting Content to Twitpic, you hereby grant Twitpic a worldwide, non-exclusive, royalty-free, sublicenseable and transferable license to use, reproduce, distribute, prepare derivative works of, display, and perform the Content in connection with the Service and Twitpic’s (and its successors’ and affiliates’) business, including without limitation for promoting and redistributing part or all of the Service (and derivative works thereof) in any media formats and through any media channels.

Na, kommt uns das bekannt vor? Herzlichen Glückwunsch.

Grundsätzlich, decken sich jetzt die Tos von Facebook und Instagram. Wen wundert das? Niemanden genau. Alle löschen fleißig ihre Instagram Accounts und beklagen auf Facebook ihr Leid… (und laden wohl möglich in Zukunft dort ihre Bilder hoch)… Auch hier hilft ein Blick in die Facebook Tos.

Anm. d. Red.: Für jedes “AGBs” stirbt ein Hundewelpe! Was soll das sein? Die Allgemeinen Geschäftsbedingungs oder Geschäftsbedingungens? Geschäftsbedings?

*** Update *** Instagram hat sich jetzt zu dem Fall geäußert. Die Erklärung findet sich hier auf dem Instagram-Blog.


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