Nachdem ich vor einigen Tagen bereits ein kurzes Review über Ubuntu 11.04 beta geschrieben habe folgt jetzt ein kurzer Eindruck zum Release von elemtary OS.
Also erstmal zu der Frage, was ist elemtary os eigentlich ist:
Elementary OS ist eine Linux-Distribution auf Basis von Ubuntu. Der begriff Elementary selbst ist vielen Ubuntu (Gnome) Nutzern bereits durch diverse Iconpacks und Themes bekannt.
Der erste Eindruck:
Nett! Eine sehr ansprechende Oberfläche alles wirkt sehr leicht, minimalistisch, die Icons sehr liebevoll gestaltet aber man erkennt die Ubuntu Strukturen. Das Nautilus Theme ein wenig von Mac OSX abgeguckt aber das soll erstmal nicht weiter stören.
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via omgubuntu
Look&Feel überzeugen also erstmal. Die Bootzeit ist ziemlich gering, nach wenigen Sekunden Zeit um das Elemetray-Icon anzuschauen befindet man sich auch schon auf dem Desktop. Gefällt mir. Generell merkt man, dass die Entwickler sehr viel Energie in das Abwerfen überflüssigen Ballasts investiert haben. Die nötigsten Programme sind vorinstalliert aber wirklich auch die besten? Darüber lässt sich natürlich immer streiten hier aber die wesentlichen Programme im Überblick:
Unter der Haube
- Browser: Midori
- Mail: Postler
- Kontakte: Dexter
- Textverarbeitung: AbiWord
- Tabellenkalkulation: Gnumeric Spreadsheet
- Wörterbuch: Lingo
- Dock: Docky
- Videoplayer: Totem
- Musicplayer: -
Warum die Wahl ausgerechnet auf Midori als Browser gefallen ist, kann ich persönlich nicht ganz nachvollziehen integriert sich aber gut in die Umgebung. Postler ist eine sehr gute Mailclient Alternative zu Evolution oder Thunderbird. Was jedoch fehlt: Ein Musicplayer. Banshee wird ab Ubuntu 11.04 Standardplayer und löst damit Rhythmbox ab, wäre also eine gute Wahl gewesen.
Was für Anfänger von Vorteil jedoch für “Fortgeschrittene” sehr lästig ist, ist die tatsache das sowohl Panel als auch Docky erst über den gconf-editor angepasst werden müssen, damit man dort Änderungen durchführen kann. Eine Änderungsübersicht gibt es hier.
Mittlerweile gibt es auch eine 64 Bit Version.
Fazit
Der Ansatz ein simples, nativ zu bedienendes Linux auf Basis einer anderen Distribution zu erstellen ist gewiss nicht neu. Elementary OS ist sehr gelungen und wird auch sicherlich seine Anhänger finden. Ich bleibe jedoch bei Ubuntu.
Grundsätzlich stellt sich die Frage warum so viele, wirklich gute Entwickler wie z.B. von Jolicloud, Linux Mint, elementaryOS etc. ihre Energie in die Erstellung neuer Distributionen stecken anstatt sich ernsthaft dem Kernprojekt zu widmen und dort ihre Ideen einfließen lassen oder andere Ansätze mit der Hilfe anderer Entwickler umsetzen.




