In der letzten Woche, genauer gesagt am 31.03., erschien nun die erste Beta Version von Ubuntu 11.04 “Natty Narwhal” und ich habe mich dazu entschieden mein System auf die Beta umzustellen. Die erste Alpha habe ich nicht wirklich aktiv getestet, da es bei mir zu vielen Problemen bei der Netzwerkinstallation kam.
Was hat sich geändert? So einiges. Hauptmerkmal ist wohl die neue Benutzeroberfläche namens “Unity“. Wer mal die Ubuntu Netbook Edition seit Version 10.10 gesehen hat weiß was ich meine. Ansonsten hier nochmal ein Screenshot:

Hat man mehrere Fenster einer Anwendung geöffnet, öffnet sich nach einem Klick das Expose und man kann eines der Fenster auswählen.

Klickt man auf das Gnome-Menu öffnet sich ein erneuertes App-Menu:

Dort kann man sich dann entweder durch die Untermenus klicken oder direkt ins Suchfeld eingeben was man möchte. In etwa so wie man es von Gnome-Do gewohnt ist.
Das Look&Feel ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig aber nach 1-2 Tagen läuft alles wie immer, Gewohnt simpel. Ubuntu eben.
Was die Performance von Unity angeht kann ich mich nicht beklagen. Selbst auf dem Acer Aspire One D250 mit 1Gb RAM läuft alles ohne ruckeln oder haken. Da können also viele Nutzer die vorher die Ubuntu Netbook Edition in Version 10.10 installiert hatten aufatmen.
Grundsätzlich wird Unity wohl durch die sogenannten Lenses sehr interessant werden.
Was war noch? Banshee ist jetzt Standardplayer als Ersatz für Rhythmbox. Eine Entwicklung die ich sehr begrüße. OpenOffice wird durch LibreOffice ersetzt aber auch hier keine großartigen Änderungen auf die man sich einstellen muss.
Insgesamt läuft die beta ziemlich stabil jedoch auch hier nochmal der Hinweis: Betaversionen sind nicht für den produktiven Einsatz gedacht. Die Nutzung erfolgt also auf eigene Gefahr. Nutzt Cloudservices wir Dropbox oder Ubuntu One bzw. externe HDD zum sichern eurer Daten.
Meine Meinung zur Ubuntu 11.04 Beta fällt nach dem ersten Test sehr positiv aus. Es bleibt abzuwarten was die final Version zu bieten hat. Momentan stürzen hin und wieder einige Notifier ab, was im laufenden Betrieb zwar störend ist aber auch kein Weltuntergang darstellt.
Wer sich jetzt immer noch fragt warum er eigentlich Windows nutzt, dem empfehle ich diesen Artikel.
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