Seit Freitag habe ich nun also ein iPhone in meinen Händen, die Materie mir durchaus nicht unbekannt aber dennoch zeigen fast 1 1/2 Jahre Blackberry-Nutzung ihre Wirkung. Mein erstes Smartphone war ein Blackberry Curve, nachdem ich in einer S-Bahn ausgeraubt wurde ging ich einen kleinen Umweg über Samsung, genauer gesagt ein S5230 (auch “Samsung Star” genannt) mit einer Samsung Eigenentwicklung als Betriebssystem. Ein gutes Mobiltelefon für den User, der Wert auf Touchscreen, Telefonieren und SMS legt. Synchronisation mit den Google-Contacts dauerte ca. 2 Stunden weil es nur via .csv möglich war und die Zuordnung der Felder die Hölle darstellte, alles andere als intuitiv. Apps gibt es nicht außer die üblichen Java-Runtime Dinge.
Nach dem Samsung besorgte ich mir wieder ein Blackberry, gewohnte Umgebung, keine lustig blinkenden Apps, kein von Apple diktatierter App-Store , App suchen, finden, draufpacken ob nun via OTA (Over the Air, also direkt aus dem Netz) oder über die Blackberry Software.
Blackberry hat sicherlich einen klaren Fokus, man wird hier keine Wasserwaage oder einen Schlafrhythmus-Messer finden, eher “getting things done”-Apps, Flugbuchungen, Excel-Clones etc. aber MeinVZ, Facebook und Twitter finden auch ihren Weg aufs Blackberry. Es geht um den sog. Prosumer, der benötigt in der Regel keine Wasserwaage oder zig versch. Twitterclients als iPhone-App.
Was mich im Vergleich zum Blackberry konkret stört sind folgende Punkte: Multitasking, auf dem Blackberry kann ich Twittern, kurz Mails lesen und sofort weitertwittern. Auf dem iPhone muss ich eine App schließen um die nächste zu öffnen… Fehlende Flash-Unterstützung ist sicherlich ein Nachteil aber Flash Inhalte konsumiere ich in der Regel via Notebook.
Das iPhone im Liegen zu bedienen ist definitiv ein Highlight, mal dreht sich die Oberfläche weil davon ausgegangen wird man hielte das iPhone schräg, dann liegt man dort im Bett und wackelt an dem Teil damit es wieder die “richtige” Oberfläche annimmt. Über die Akkulaufzeit braucht man wohl kaum zu reden. Mit WLAN-Nutzung lade ich das iPhone ca. 1-2 mal pro Tag, während das Blackberry alle 2-3 geladen werden will. (Bei “medium” Nutzung; sprich 4-5 Calls pro Tag und 2-3 Foursquare Check-Ins und durchschnittlich 10 Tweets lade ich das Blackberry alle 2 Tage.)
Wie bereits an dieser Stelle geschrieben würde ich gerne ein Nexus One testen, generell halte ich Android für die absolute Zukunft im Smartphone-Markt. Ich bin gespannt. Mein T-Mobile Vertrag läuft noch bis 10/2010, das wird der späteste Stichtag zum Handywechsel und es wird definitiv ein Android!