Wie ich soeben im Artikel von Netzwertig erfahren habe, erhält der Question&Anwser-Dienst formspring.me eine Finanzspritze in Höhe von 2,5 Millionen US-Dollar.
Formspring.me, Nebenprojekt von FormSpring.com bietet dem User die Möglichkeit einen Account anzulegen und einen Link zum Profil via Twitter, Facebook oder direkt via URL zu verbreiten. Was als erstes auftaucht ist ein kleines Textfeld mit der Überschrift: “Ask me something” (Wobei die Überschrift durch den User verändert werden kann).
Nachdem man die Frage ins Feld getippt hat, kann man noch wählen ob die Userinfo (sofern Profil vorhanden) mitgeschickt werden soll oder ob die Frage anonym abgesendet werden soll. Beim nächsten Login des Users erscheint die Frage auf der Profilseite des Accounts und man kann sie beantworten, sichtbar für alle oder man löscht die Frage wenn sie nicht adäquat erscheint.
Dieser Dienst wurde via Twitter und Facebook gerade in Deutschland sehr schnell gehyped ist aber seit spätestens Ende Januar für viele schon ein alter Hut.
In den USA taucht das Phänomen erst jetzt langsam auf und zieht durch diverse Blogs. Mehr dazu hier.
Die Frage die sich einem stellt ist, warum ist das so? Ein simples Formular, kein social interacting (gut man kann sich folgen) aber keine Gruppen, keine Listen nur Profilvernetzung. Relativ schnell geklärt, das Q&A-prinzip funktioniert einfach. Was wäre eine Start-Up Page oder ein großes Blog ohne einen kleinen “Feedback-Button” an der Seite? Was wäre eine neugegründete Community ohne sog. “FAQ”.
Ich kann also Personen oder sogar Unternehmen direkt befragen und muss nicht erst via Mail mit der Pressestelle Kontakt aufnehmen oder wie auf Twitter auf Replies warten.
Daniela Hinrichs und Sachar Kriwoj haben gezeigt wie man “formspring.me” professionell nutzen kann. Die sog. “sPRechstunde” war geboren. In der User-info heißt es:
Daniela Hinrichs und Sachar Kriwoj laden zur sPRechstunde. Sie soll vor allem Start-Ups, die über wenig PR-Ressourcen oder –Erfahrung haben, die Chance geben, sich zum Thema Kommunikation zu informieren. [..]
Und schaut man in die dortige Timeline, weiß man warum das Konzept funktioniert. Jeder User kann Fragen stellen und bekommt eine kompetente Antwort mit der Möglichkeit es anonym zu machen.
Viele von uns kennen es, man weiß nicht weiter, Google spuckt auch nicht das richtige aus und jmd. persönlich zu fragen ist manchmal auch unangenehm vor allem wenn man mit Experten oder Unternehmen kaum vernetzt ist. Formspring ist simpel, für jeden bedienbar und funktioniert intuitiv; Frage formulieren und absenden.
Ich sehe hier großes Potential gerade auf Corporate-Websites, Online-Shops, Fachblogs, Intranetportalen etc.
19. März 2010 um 15:53 Uhr
Sehr schönes Posting! Fand die sPRechstunde auch sehr gelungen. Schön eingefangne die Stimmung, dass mit Ende Januar stimmt mit dem Hype.
Auch nett zu sehen das mal was anderherum läuft, EU- US…
Schönes WE der Herr!
19. März 2010 um 15:54 Uhr
Man dankt fürs positive Feedback. Formspring ist wirklich komisch abgegangen aber auch witzig.. Mal schauen was daraus wird.