Christian Rieger

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10. Mai 2012
von Christian Rieger
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40 Mal, Erstes Mal

Diese 40 ersten Male, gefunden habe ich sie bei Cem Basman und werde die Fragen an dieser Stelle für mich beantworten und ein wenig zurückblicken.

Meine erste Erinnerung
Viele Fragmente, nichts konkretes erinnere mich jedoch an viele Momente auf dem Fahrrad-Kindersitz meiner Mutter und erfolgreiche Versuche aus dem Laufgitter zu klettern.

Mein erstes Tier
Eine schwarze Wüstenrennmaus. Trug den Namen “Sweety”. Meine Schwester hatte eine graue. Beide kamen aus dem Biologie-Raum ihrer Schule und wir adoptierten sie da sie in der Schule nicht mehr gebraucht wurden.

Mein erster peinlicher Moment
Davon gab es sicherlich viele aber keiner an den ich mich explizit erinnern kann.

Mein erster bester Freund
Daniel. Wir sind ziemlich zeitnah geboren und wie man uns erzählte, verbrachten wir schon unsere ersten Wochen gemeinsam. Später folgten stundenlange Fußballspiele im Garten, wilde Verfolgungsjagden in Apfelhöfen etc.

Meine erste Nacht weit weg von Zuhause
Die erste Nacht “weit” weg war eine Kirchenfahrt nach Bad Bevensen. Ich müsste 6 Jahre alt gewesen sein und war mit Abstand der jüngste auf dieser Fahrt. Ich hatte so schreckliches Heimweh wie noch nie.

Meine erste Liebe
Laura. Wir sind schon in der Grundschule oft miteinander “gegangen”, später folgte der Versuch eines Revivals aber es sollte nicht sein.

Mein erster Kuss
Annalena, inmitten des Altstadtfestes in Stade. Ich war schon relativ alt vermutlich 14, fast 15.

Meine erste Entdeckung der Sexualität
Recht früh soweit ich mich erinnere. Einschlägige Seiten in der Bravo waren maßgeblich daran beteiligt.

Mein erstes Fahrrad
Ein kleines rotes Kinderrad mit Stützrädern. Diese wurden aber recht bald abmontiert und fortan fuhr ich jeden Tag mit dem Teil.

Mein erstes Auto
Ich habe nie eines besessen und habe kurzfristig auch nicht vor diesen Zustand zu ändern.

Mein erstes Mal auf dem Motorrad
Mit ca. 10 Jahren. Ich weiß nicht mehr wer der Fahrer war, ich klammerte mich an seinen Rücken und hatte tierisch Panik herunterzufallen.

Mein erster Flug
Sehr spät. Vor ca. 4 Jahren nach Barcelona.

Meine erste Auslandsreise
Da müsste ich ca. 8 oder 9 gewesen sein. Es ging in die Niederlande, in die Nähe von Dahlen.

Mein erster Job
Ich habe sehr viel für Verwandte, Nachbarn, Bekannte gemacht also klassische Gartenarbeiten etc. Ich fuhr also fast jeden Sommer umher und half wo es nur ging.

Meine erste Wohnung
Meine erste und immer noch aktuell. 1 Zimmer im Norden Hamburgs zwischen Eimsbüttel, Stellingen und Bahrenfeld.

Meine ersten neuen Möbel
Direkt zum Einzug machte ich einen Großeinkauf bei IKEA.

Mein erstes tiefes Schuldgefühl
Keine Erinnerung daran, vielleicht habe ich es einfach sehr gut verdrängt.

Mein erster Kampf
Es gab viele Rangeleien einer habe ich in einem Wutausbruch einem anderen Jungen den Arm ausgekugelt.

Mein erster Knochenbruch
Bei meiner Geburt das Schlüsselbein gebrochen ansonsten bisher verschont geblieben.

Meine erste Narbe
Am Hinterkopf. Wurde in der ersten Klasse beim Fußballspielen umgeschubst und fiel rückwärts auf die Kante einer Sitzbank. Wurde mit 4 Stichen genäht.

Mein erster Krankenhausaufenthalt
Langzeit-EKG wegen meiner Migräne. Durfte eine Nacht nicht schlafen und spielte mit der Nachtschwester Brettspiele und durfte ihr beim Aufziehen von Spritzen behilflich sein (zumindest gab sie mir das Gefühl). Ich war ca. 10 Jahre alt.

Mein erster Autounfall
Abi-Feier meiner Schwester. Ihr Freund und jetziger Ehemann fuhr uns von der Schule in ein nahe gelegenes Restaurant. Auf einer Landstraße überholten wir 2 Autos und das hintere der beiden setzte, in dem Moment als wir neben ihm waren, ebenfalls zum überholen an. Nach einem Stoß in die Seite fuhr der andere Wagen zurück in die Spur und zog anschließend wieder nach links und rammte uns noch mal. Wir kamen von der Straße ab aber niemandem ist etwas passiert.

Meine erste Begegnung mit dem Tod
Etwas früher noch die Diagnose, dass ich einen Gehirntumor habe bzw. hatte. Es stand zwar nie wirklich zur Debatte ob er lebensbedrohlich sei aber es sorgte für einen gewissen Respekt vor dem Tod und zeitgleich nahm es mir die Angst und zeigte, dass der Tod zum Leben dazugehört und unabwendbar ist.

Meine erste übernatürliche Erfahrung
Noch nie gehabt.

Meine erste Platte
Metallica – Black Album

Mein erstes Konzert
Die Kelly Family auf einem kleinen Konzert in Stade. Damals waren sie noch ziemlich unbekannt. Wir saßen damals auf der Bühne direkt neben den Lautsprechern.

Mein erstes Mal im Fernsehen
Das gab es noch nicht.

Mein erster Film, den ich mehrmals sah
“The Rock” mit Sean Connery und Nicolas Cage. Den schaute ich immer am Wochenende und wenn ich krank war. Nach dem 40. mal zählte ich nicht mehr mit.

Meine erste Begegnung mit der Polizei
Skateboardfahren in der Dämmerung auf dem Dorf. Der Polizist verwies darauf, dass ein Fahrzeug in der Dämmerung Licht haben sollte…

Meine erste Wahl
Aus Überzeugung die FDP. Ich war 16, Kommunalwahl.

Mein erster Alkoholrausch
Da war ich 14, kurz vor meiner Konfirmation. Die damalige Freundin meiner Schwester hatte sturmfrei und es gab eine große Hausparty. Ich trank an dem Abend sehr viel Bier und Wodka-O.

Mein erster illegaler Drogenkonsum
Mit 15.

Mein erstes Begräbnis
Meine Großmutter.

Meine erste Hochzeit
Ich war noch sehr jung und kenne nur Bilder. Ich trug jedoch eine grüne Latzhose, ein grün-weiß gestreiftes Hemd und eine Fliege.

Mein erstes Mal als Erwachsener
Vermutlich das erste mal legal Alkohol kaufen.

Das erste Mal, wo ich von mir selbst beeindruckt war
Eine Website für eine Veranstaltungsagentur. Das war mit 15.

Mein erster schlechter Haarschnitt
Als früher Jugendlicher trug ich immer kurz rasierte Haare, nur der Pony war lang. Es sah unfassbar schlecht aus.

Mein erstes Kleidungsstück, dass ich geliebt habe
Es war eine blau-weiß karierte Pyjama-Hose und habe sie jedoch nie zum Schlafen getragen sondern zu allen anderen Möglichkeiten.

Das erste Mal, dass ich merkte, dass ich nicht so war wie die anderen
Ich hatte in der Jugend viel Kontakt zu älteren und es folgte eine Phase in der ich mit gleichaltrigen absolut nichts anfangen konnte.

Meine erste Begegnung mit einem Computer
Ein C-64 bei meinem großen Cousin. Wir verbrachten den ganzen Tag seiner Konfirmation vor dem Teil und spielten alle möglichen Klassiker.

19. April 2012
von Christian Rieger
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Warum die Piraten für mich aktuell unwählbar sind

Dieser Artikel wird sich nicht auf irgendwelche Quellen beziehen. Das bedeutet: Keine Links zu Blogs in denen man uns zeigen will, wie rassistisch, sexistisch etc. angeblich einige Mitglieder der Partei sind. Ich werde lediglich meine Meinung zur derzeitigen Außenwirkung abgeben. Kommentare in Form von: “Bring dich selbst ein etc.” halte ich für wenig konstruktiv. Wenn es danach ginge, gäbe es da so einige Parteien in denen man zuerst anfangen müsste…

Die Piraten sind/waren mir durchaus sehr sympathisch. Das Programm zwar etwas Lückenhaft aber es gibt klare Positionen und Meinungen. Eine gewisse “Keine Ahnung” Mentalität finde ich in Maßen auch akzeptabel auch wenn das nicht meiner grundsätzlichen Meinung von Politik entspricht.

Aber warum gleich unwählbar? Ganz einfach; ich habe das Gefühl, dass die Piraten in den jetzigen Positionen überfordert sind und sein werden wenn sich nicht einiges ändert. Der Welpenschutz ist vorbei und wenn eine Partei in einen Landtag gewählt ist, hat sie die verdammte Pflicht die Interessen des Volkes wahrzunehmen und das nicht nur in einigen Bereichen.
Mir fehlt außerdem Geradlinigkeit. In meiner Wahrnehmung wird auf viele negative Reaktionen eher mit Trotz statt mit konkreten Lösungen reagiert. Was das öffentliche Auftreten (z.B. Fernsehen betrifft) mag der eine vlt. sagen, dass es gut ist kein Fähnchen im Wind zu sein und auch mal “frech” auf bescheuerte Journalistenfragen zu antworten sollte eine junge Partei tun! Wenn es aber um relevante, tagespolitische Themen geht erwarte ich eine gewisse Ernsthaftigkeit, ein entsprechendes Auftreten (ja auch optisch) und reflektierte Antworten.

“Leichen im Keller” was Abgeordnete betrifft gibt es in jeder Partei, keine Frage aber auch hier erwarte ich mir gerade von den Piraten mehr als lächerliche Erklärungsversuche, wie es jede andere Partei auch tut…

“Klarmachen zum Ändern”? Die Vitalienbrüder würden bei dem was gerade passiert ins Fäustchen lachen. Die Piraten sollten mal für einen Moment beidrehen und den Kurs neu peilen. Hart am Wind sieht für mich anders aus und fühlt sich auch anders an. Wahlergebnisse sind das eine aber jetzt geht es um Inhalte und um das was propagiert wurde: Ändern! Solche Prozesse sind lang, bürokratisch, voller Steine; das wissen wir alle aber solange die internen Probleme nicht beseitigt sind, wird der Blick nicht für die wesentlichen Dinge geschärft. Was ist wesentlich? Richtig der Grund warum die Piraten gewählt wurden: Eine prozentuale Stimme des Volkes.

Eine weitere Beobachtung: Es wurde sich oftmals sehr darüber gefreut, dass die FDP so abgestürzt ist… Freuen ist das eine, besser machen das andere denn die Piraten haben in meinen Augen dazu eine neue Liberale zu werden. Einige aktuell geforderten Punkte erinnern dann aber doch eher an die Linke… Die Linke hatte auch einen “kleinen” Höhenflug weil sie ja so “Volksnah” war. Gerade in den neuen Bundesländern ist ja doch ein deutlicher Wandel von Rechts nach Links zu beobachten aber das wirkt auf mich wie: “Ok die bösen Ausländer, die uns die Jobs wegnehmen, konnten wir nicht loswerden dann nehmen wir die Linke und dann läuft das”. Das wiederum erinnert mich (sehr überspitzt formuliert) an ein Adenauer Zitat: „Alles was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.“

Also bitte liebe Piraten, ändert was! Vor allem intern aber macht es intern. Ändert was an der Politik ansonsten folgt dem Höhenflug ein tiefer Fall.

 

5. April 2012
von Christian Rieger
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Google: Project Glass

Heute entdeckte ich spontan ein Video von Google in dem das Projekt “Glass” vorgestellt wird.

Erstmal unfassbar beeindruckend und ein schöner Blick in die Zukunft. Noch vor einigen Tagen geisterte in meinem Kopf der Gedanke: “Was ist wenn ich Menschen via Facebook suchen könnten, Mails senden und lesen, sich Routen anzeigen lassen können… usw. Welchen Sinn hat Google dann noch? Wird Facebook so wichtig, dass Google plötzlich unwichtig wird?”

Das Video, auch wenn es sehr visionär ist, zeigt mir wie sehr dort daran gearbeitet wird das Web zu revolutionieren.

8. März 2012
von Christian Rieger
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Das passende Hotel für den Urlaub

Fährt man in den Urlaub, hat man jedes Mal das neue Leiden, mit dem man sich befassen muss: wie das richtige Hotel finden, wie die richtige Unterkunft, damit man sich letzten Endes auch wohlfühlt und in gewisser Art und Weise vielleicht auch eine heimische Atmosphäre entstehen lassen kann. Selbstverständlich kann man sich im Internet erkundigen, denn hier gibt es üblicherweise eine berauschende Übersicht von Hotels, die sich durchaus sehen lassen kann. Diese Hotels müssen natürlich persönlich beurteilt werden, denn nicht immer müssen diese dann auch für gut befunden werden. So gibt es unter anderem auch Hotels, die eine schlechte Bewertung haben und daher nicht in Anspruch genommen werden sollten. Aber woran erkennt man denn die aktuelle Bewertung und wie kann man sich vor unseriösen Anbietern schützen?

Normalerweise werden unseriöse Anbieter auf bekannten Reiseportalen im Internet gar nicht erst angeboten. So kann man gar nicht erst in Versuchung geraten, an die falschen zu kommen. Bewertungen kann man seinerseits natürlich über Bilder machen, die häufig in die Anzeige eingestellt werden. Neben den Bildern gibt es auch ausführliche Beschreibungen, an die man sich halten kann. Man sollte darauf achten, dass die Beschreibungen nicht zu kurz und vor allem unzureichend sind, weil man sonst auf falsche Gedanken kommen könnte.

Des Weiteren ist es wichtig, dass man sich auch auf Kundenbewertungen stützt, weil diese oft besser sind, als Bilder oder ähnliches, die man sich im Internet anschaut. Denn wer sollte das Hotel besser bewerten können als Menschen, die bereits dort gewesen sind und einfach ehrlich sein und nichts schön reden wollen. Selbstverständlich sollte man in jedem Falle auch ein gutes Gefühl haben, wenn man sich für ein Hotel entscheidet, denn nur so kann man sichergehen, dass man ein Hotel bucht, welches zu einem passt und in dem man sich wohl fühlt. Das eigene Gefühl ist doch letzten Endes immer das Beste.

Dieser Post ist gesponsort.

6. März 2012
von Christian Rieger
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Flinc for Android und Usability

Ich mag Apps,besonders mag ich schöne, aufgeräumte Apps und ich liebe intuitive Apps. Punkte 1-2 treffen auf die Flinc-App (Android). Da ich gester ein wenig über die App meckerte:

 

 

 

 

Da meckern aber selten konstruktiv ist, folgen ein paar Ideen bzw. Anmerkungen meinerseits. Ich beziehe mich hier jedoch nur auf die Android-App.

Der Startscreen wirkt erstmal sehr aufgeräumt aber was sollen mir die Symbole oben sagen? Scheinen auf den ersten Blick redundant zu den mittleren, großen Symbolen.

 

 

 

 

 

 

 

Okay, learning by doing und auf das Männchen-Symbol klicken. Könnte ja zu meinem Profil führen.

 

 

 

 

 

 

 

Tut es aber nicht, Benachrichtigungen für mein Flinc-Profil. Kurz nach Installation ist hier natürlich noch nichts passiert.

Was versteckt sich also hinter dem Auto-Icon?

 

 

 

 

 

 

 

Ahh, Fahrten-Benachrichtungen. Hier ist natürlich auch noch nichts passiert aber wozu braucht man 2 seperate Benachrichtungsicons? Sicherlich sinnvoll um den Überblick zu behalten, sofern man viele Benachrichtungen pro Tag bekommt und das System verstanden hat, auf den ersten Blick jedoch verwirrend.

Ich persönlich bin ein großer Freund von Registrieren, Einloggen, verifizieren etc. Registrieren klappt super, ich bekomme eine Bestätigungsmail die ich natürlich auf dem Smartphone öffne und komme auf eine Website die mir erstmal ein Tutorial anzeigt (nicht für Mobile optimiert). Nervig aber muss man durch. Facebook-Connect fehlt leider das kann man später in seinem Profil auf der Website nachholen. Im Jahre 2012 gehe ich davon aus, dass mir eine App exakt den Funktionsumfang bietet, den mir die Website bietet aber um mein Profil mit Facebook zu verbinden muss ich es umständlich um Browser machen. Vom Smartphone machbar aber nervig da kein responsive Design.
Ein weiterer Punkt der mir aufgefallen ist; in den Profileinstellungen kann/soll ich meine Mobilnummer angeben. Klappt in der App nicht, auf der Website jedoch schon.

 

 

 

 

 

 

 

Ansonsten bleibt mir noch anzumerken, dass der Faktor “loneliness” hier sehr stark die Freude an der App mindert. Ich habe eine Fahrt angelegt bzw. ein Gesuch? Ich war mir nicht ganz sicher, klicke ich auf den Feed zeigt mir Flinc, dass ich am Donnerstag in Hannover sein werde. Werde ich das wirklich? Nirgens sehe ich ob es ähnliche Fahrten gibt, gibt es überhaupt andere Nutzer? Fährt vlt. jemand in die Nähe meines Zielortes? Sicherlich würde ich Benachrichtigt werden wenn dem so wäre. Hoffe ich.

 

 

 

 

 

 

 

Insgesamt eine solide umgesetzte App. Die Website gefällt jedoch teils besser. Ich war/bin Nutzer von Mitfahrgelegenheit.de leider hat diese Seite keine gescheite App und das es eine Mobile Version der Seite gibt habe ich auch irgendwann mal zufällig entdeckt.

Den Browser eines Users bzw. die Bildschirmauflösung zu ermitteln und den Nutzer entsprechend umzuleiten ist nun wirklich kein Hexenwerk.

 

 

 

18. Januar 2012
von Christian Rieger
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GEMA vs. Grooveshark vs. GEMA vs. …

Heute sorgte die Schließung von Grooveshark in Deutschland für einen kurzen Moment der Aufregung bei sog. “Musikfans”. Wenn man die Seite grooveshark.com aufsuchte bekam/bekommt man folgendes zu sehen:

Erste Kommentare bei Facebook, Twitter und Co. lauteten: “Fuck off, GEMA! Geh sterben.”,  ”Music streaming in Germany is killed by #GEMA.” … usw. Den Rest kann man sich denken.

Wenig später kam seitens der GEMA folgende Stellungname:

Der Anbieter Grooveshark hat seinen Dienst in Deutschland – entgegen seiner Angaben – nicht wegen unverhältnismäßig hoher Betriebskosten eingestellt.
Vielmehr weigert sich Grooveshark grundsätzlich, den von ihm betriebenen Dienst überhaupt in irgendeiner Form zu vergüten. Mit der GEMA hat Grooveshark bislang auch noch in keiner Form Kontakt aufgenommen.[..]

Quelle: https://www.gema.de/presse/aktuelle-pressemitteilungen/presse-details/article/grooveshark.html

Aus einem sehr klugen Facebook Kommentar von Nicole Simon über all die Aufregung und das Musik ja gefälligst “frei” sein sollte:

“[..]vor wie vielen Buchhandlungen protestierst Du heute weil sie Dir keinen freien Zugang zu den Büchern geben sondern Geld von Dir verlangen?
Man kann viel über Urheberrecht sagen (und ich habe meine Probleme damit) aber Urheberrecht ist die Basis zwischen Urheber und dem Nutzer unter zuhilfenahme von Verwertern. [..]

Es gibt freie Musik. Es gibt Suchmaschinen für freie Musik. Es gibt Bands die ihre Musik anbieten und dann zum Kauf anbieten. Es gibt Radio. Es gibt Sampler.
Du willst jedoch nicht den freien Zugang, Du willst den “freien” Zugang. Und die andere Seite, die Urheber haben gesagt “Ich möchte diesen Preis dafür” – den Du bzw das Bizmodell von Grooveshark nicht zu bezahlen bereit bist. [..]“

Zwischendurch kam dann noch Simfy ins Gespräch und man munkelt, dass es dort auch Probleme mit der GEMA gibt da es angeblich eine Kooperation zwischen Grooveshark und Simfy gibt/gab. Diese Kooperation wurde von Simfy abgestritten.

Meine generelle Meinung dazu: Ich bin bereit für Musik zu bezahlen aber nicht bereit den gesamten Mechanismus dahinter zu finanzieren. Im konkreten Fall ist es für mich ok, für 4,95€ im Monat auf Simfy via Stream Musik zu hören so viel ich möchte. Das ist fair, die Musik kommt direkt von den Labels/Künstlern (was bei Grooveshark nicht der Fall ist), das garantiert eine hohe Qualität, keine unprofessionellen Remixe etc.  denn die könnte ich mir zu genüge bei Youtube anhören, sofern ich es wollte. Manko ist natürlich, dass nicht alle Labels beteiligt sind aber das ist in meinen Augen nur eine Frage der Zeit.